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Das Wappen des Erzbischofs von München und Freising, Reinhard Marx
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(Entwurf: Dieter Linder, »Der Wappen-Löwe« e.V. , Fürstenfeldbruck; Zeichnung: Heribert C. Staufer, Kaufbeuren)
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Bildrecht: Erzbischöfliches Ordinariat München, Pressestelle
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Wappenbeschreibung (Blasonierung)
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Geviert; 1 und 4: auf Goldgrund der Freisinger Mohr mit roter Krone, rotem Ohrring und roter Halskrause; 2 und 3 auf rotem Grund der goldene geflügelte Markuslöwe mit aufgeschlagenem Buch, darauf die griechischen Großbuchstaben Alpha und Omega, der erste und letzte Buchstabe des griechischen Alphabetes, die in der Offenbarung des Johannes als Selbstaussage Gottes nebeneinander stehen: „Ich bin das Alpha und das Omega“ (Offb 1,8).
Hinter dem Schild ein Doppelkreuz als goldenes Vortragskreuz, überhöht von einem grünen Pontifikalhut mit beidseitig an grünen Schnüren herabhängenden, je zehn, 1 : 2 : 3 : 4 gestellten grünen Quasten (fiocchi), unten belegt mit dem Pallium, darunter ein Schriftband mit dem Wahlspruch »UBI SPIRITUS DOMINI IBI LIBERTAS« - „Wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit“ (2 Kor 3,17).
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Wappenerläuterung
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Der Freisinger Mohrenkopf ist das traditionelle Symbol des alten Bistums Freising und des daraus 1821 hervorgegangenen Erzbistums München und Freising, das seit Karl August Graf von Reisach (1846–1856) alle Amtsinhaber im Schild führten. Reinhard Marx ist der 73. Nachfolger auf dem Bischofsstuhl des heiligen Korbinian und der 13. Erzbischof von München und Freising.
Der geflügelte Markuslöwe in der von Papst Johannes XXIII. gezeigten Form weist auf die Herkunft des Familiennamens von Marx, die aufgeschlagene Heilige Schrift zu Füßen des Löwens auf die dem Erzbischof aufgetragene Verkündung des Wort Gottes hin. Die gewählte Farbkombination greift die Farbgebung des Wappens des Amtsvorgängers Friedrich Kardinal Wetter auf. Das Schriftband trägt den persönlichen Wahlspruch »UBI SPIRITUS DOMINI IBI LIBERTAS« aus 2 Kor 3,17 und lautet übersetzt »Wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit«.
Der Schild wird von den heraldischen Insignien eines Erzbischofs begleitet: dem Doppelkreuz als Vortragskreuz, dem historischen grünen Pontifikalhut mit je zehn grünen Quasten (fiocchi) und dem Pallium. Das Pallium ist ein aus der Wolle von Lämmern hergestelltes Schulterband mit eingestickten schwarzen Seidenkreuzen, das der Papst trägt, aber auch den Erzbischöfen verleiht. Es hat seinen Ursprung im mantelartigen Überwurf, mit dem sich in der Antike vor allem die Philosophen aber auch hohe kaiserliche Beamte bekleideten. Seit dem 9. Jahrhundert ist es eine Insignie der Erzbischöfe, die bei feierlichen Anlässen über dem Messgewand getragen wird. Die verliehenen Pallien werden am Vorabend des Festes Peter und Paul gesegnet und auf das Grab des Petrus im Petersdom in Rom gelegt. Somit ist es eine Berührungsreliquie und Zeichen der Gemeinschaft mit dem Apostel Petrus und seinen Nachfolgern.
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